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KH00? Stephan Tetzlaff – Generalmusikdirektor

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KH00? Stephan Tetzlaff – Generalmusikdirektor

On April 29, 2012, Posted by , In geplant, With No Comments

Der Dirigent erarbeitet gemeinsam mit dem Orchester die Aufführung eines Musikwerks. Dabei ist er maßgeblich verantwortlich für die Interpretation des Stückes. Der Dirigent als Leiter des Orchesters entscheidet, an welchen Stellen er die Musiker fordert oder ihnen Zurückhaltung auferlegt. Sein ausgeprägtes psychologisches Einfühlungsvermögen und sein feines Gehör, gepaart mit Erfahrung und theoretischem Wissen, ermöglichen es ihm, die Solisten und Orchestermusiker jederzeit zu kontrollieren und ihre individuellen Leistungen zu einem musikalischen Gesamtkunstwerk zusammenzuführen. Durch die Zeichnung der Taktfiguren mit dem Taktstock regelt der Dirigent zunächst den äußeren metrischen Ablauf der Musik. Darüber hinaus bewirkt und beeinflusst er durch das “Wie” der Zeichengebung Dynamik, Phrasierung, Ausdruck, Einsätze etc. Je nach Größe eines Opernhauses oder Konzertorchesters ist eine unterschiedliche Zahl von Dirigenten in den verschiedensten Funktionen tätig. Trotz ihrer voneinander abweichenden Aufgaben, denen sie innerhalb des Opernbetriebs nachgehen, verfügen sie alle im Wesentlichen über die gleiche Ausbildung. Vom Publikum am deutlichsten wahrgenommen wird die Arbeit des Dirigenten, der während der Vorstellung das Orchester und – im Falle eines Opernorchesters – die Sänger leitet.

Der ranghöchste Dirigent ist der Generalmusikdirektor (GMD). Er ist der künstlerische Leiter eines Orchesters, dirigiert in der Regel die Hauptwerke eines Spielplans in den wichtigen Vorstellungen und studiert diese mit dem Orchester ein. In welcher Weise er an der Gestaltung des Spielplans sowie dem Engagement von Sängern beteiligt ist und welche Stelle er in der Hierarchie eines Theaters einnimmt, variiert von Theater zu Theater. Nach dem GMD gibt es mehrere hierarchisch nachfolgende Dirigenten, darunter auf jeden Fall einen 1. Kapellmeister, der neben eigenen vertraglich zugesicherten Premieren das Repertoire des GMDs nachdirigiert und sich als dessen Vertreter auch im administrativen Bereich auf eine ähnliche Position an einem zunächst kleineren Haus vorbereitet. Neben dem GMD prägt der 1. Kapellmeister das Niveau eines Hauses nachhaltig. Weitere Dirigenten können als koordinierte oder 2.Kapellmeister, aber auch mit Spezialaufgaben als Ballett- oder Operettenkapellmeister angestellt sein. Eine Dirigierverpflichtung für Repertoirevorstellungen ist auch bei Chordirektoren, Repetitoren und Studienleitern möglich, denen allerdings meist keine eigene Einstudierung anvertraut wird.

Der Chordirektor ist ein Dirigent, der sich im Laufe seines Studiums auf Chorleitung spezialisiert hat. Im Theater bereitet er den Opernchor und bei Bedarf den aus begabten Laien zusammengestellten Extra-Chor musikalisch auf jedes Werk vor. Während der Vorstellung beaufsichtigt der Chordirektor hinter der Bühne die Einsätze des Chores und dirigiert schwierige Passagen von der Seite mit. Unsichtbare Choreinsätze werden auf der Hinter- oder Seitenbühne mit Blickkontakt zum Dirigenten über einen Monitor geleitet. Dabei bedient man sich anderer Dirigierbewegungen als der Orchesterleiter und verzichtet zudem auf den Taktstock. Der Studienleiter ist direkt dem GMD unterstellt und fungiert als Vorgesetzter aller Repetitoren einer Sparte. Mit dem Dirigenten einer Produktion klärt er Striche, Tempofragen usw., weist die Repetitoren ein und überprüft regelmäßig den Leistungsstand der Sänger. Weiterhin kümmert er sich um die Bühnenmusik und betreut die Wartung und das Stimmen der Tasteninstrumente (Klaviere, Cembalo, Celesta, Orgel). Der Studienleiter besitzt in der Regel das Kapellmeisterexamen.

 

Quelle :  http://www.buehnenverein.de

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