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KH007 – Martin Bringmann – Schauspieler

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KH007 – Martin Bringmann – Schauspieler

On Juni 18, 2014, Posted by , In Veröffentlicht, With No Comments

Der Schauspieler Martin Bringmann war schon lange ein Wunschkandidat für ein Interview.

Den ersten Kontakt habe ich im März 2013 aufgenommen. Terminlich hat es dann entweder bei mir oder bei Martin irgendwie nie gepasst. Um so mehr freue ich mich, dass wir uns nun am 12.06.2014, bei bestem Wetter,  in der Sandbank zu einem Gespräch getroffen haben. Frau Venhofen war so nett uns etwas Strom zur Verfügung zu stellen.

Zunächst berichtet Martin über welche Stationen er nach Bremerhaven gekommen ist und wie dann das Vorsprechen bei Ulrich Mokrusch und den anwesenden Regisseuren gelaufen ist.

Stationen waren nach der Schauspielschule die Wuppertaler Bühnen, Freie Szene, Theater Bonn, Staatstheater Mainz und Gast am Theater Bremen. Nach vier  Spielzeiten hier in Bremerhaven wechselt er an das Landestheater Tübingen.

Martin erklärt mir worin der Unterschied im Spiel eines Bühnenschauspielers und eines Filmschauspielers besteht, denn Martin ist auch Filmschauspieler.

Um an Rollen im Film zu gelangen ist es wichtig in einer Agentur zu sein. In Martins Fall ist dies die Agentur Christina Schwarz in Düsseldorf.

Auf ein Interview in der Hersfelder Zeitung angesprochen, erklärt Martin mir wie er die Komödie und die Tragödie spielt und warum es wichtig ist die Komödie total ernst zu nehmen.

Während der Zeit in Bad Hersfeld hat er mit der Laiengruppe an der freien Bühne Theater Lust Hofheim Erfahrungen als Regisseur gesammelt.

Neben Schauspieler und Regisseur ist Martin auch Sprecher. Unter anderem hat er den “Tod” in Carmina Burana gesprochen. Für Olaf Satzer wird er den Roman Kupferbrot Sprechen.

Auf den Dialekt angesprochen, erfahren wir, das er aus Südhessen stammt, aber auch einen sächsischen Familienhintergrund hat. Als nächstes sprechen wir über Fussball: Bochum und Frankfurt sind Martins Favoriten.

Ein wichtiger Punkt um nach vier Jahren Bremerhaven nach Tübingen zu gehen ist die Familie. Darüber sprechen wir dann etwas länger.

In vier Jahren in einer Stadt findet man auch Freunde. Martin hat am Theater in Thorsten Ossenfort einen Freund und Sportkameraden gefunden, der ihn als Schüler in Kampfkünsten angenommen hat.

Von Verletzungen ist auch Martin nicht verschont geblieben. Über zwei grössere Verletzungen und die Konsequenzen sprechen wir dann auch einige Zeit.

Anschliessend gehen wir einige Stücke durch, die ich mit Martin gesehen habe. Diese sind: Alter Ford Escort dunkelblau, VerbrennungenEistau, ein Volksfeind, Fleisch ist mein Gemüse und Soul Kitchen.

Wenn Martin nicht spielt, trainiert er mit Thorsten Ossenfort oder fährt mit dem Rad und erkundet die Stadt.

Zum Abschied, nach einem sehr persönlichen, einstündigem Gespräch, bedankt sich Martin noch einmal bei Bremerhaven.

 

 

 

 

Wie immer die Beschreibung des Bühnenvereins:

Dem Schauspieler wird innerhalb der Produktion eine Rolle übertragen, die er mit seinen künstlerischen Möglichkeiten Gestik, Mimik und Stimme unter Zuhilfenahme von Maske, Kostüm und Requisiten gestaltet. Für den Zuschauer stellt der Schauspieler fiktive Figuren in fiktiven Situationen und Handlungen dar. Er spielt eine Rolle, eine erdachte Figur, aber auch historisch belegte Personen. Vor Beginn der Einstudierung, der eigentlichen Probenarbeit, muss sich der Schauspieler im Selbststudium mit seiner Rolle beschäftigen. Hierzu gehören das Auswendiglernen des Textes, die Beschäftigung mit dem sozialen und historischen Umfeld der Rolle, mit der Zeit, in der das Stück spielt, mit den besonderen Umständen, in denen sich die Handlung zuträgt und mit den physischen, sozialen und psychischen Besonderheiten der zu spielenden Figur und ihrer Partner. Diese Arbeit wird auf der Probe gemeinsam mit den anderen an der Produktion beteiligten Darstellern unter Anleitung des Regisseurs fortgesetzt. Wichtig ist dabei die Fähigkeit des Schauspielers, dem Regisseur eigene Vorschläge für die Rollengestaltung zu machen. Die Probendauer von der ersten Leseprobe bis zur Premiere ist sehr unterschiedlich. Große Bühnen können meistens längere Probenzeiten disponieren als kleinere Theater. Im Schnitt betragen die Proben vier bis acht Wochen pro Stück.

Eine Schauspielerkarriere hängt von vielen, oftmals schwer beeinflussbaren Faktoren ab. Neben der Ausbildung eigener künstlerischer Fähigkeiten kann auch der Typ entscheidend sein. Manche Schauspieler erleben den Höhepunkt ihrer Karriere bereits in jungen Jahren, andere kommen erst nach vielen harten Berufsjahren zu künstlerischen Erfolgen. Nicht immer entspricht der so genannte Marktwert dem tatsächlichen Können, oft ist er auch nur ein Resultat optimaler Vermarktung. Die Öffentlichkeit spielt im Leben eines Schauspielers eine entscheidende Rolle. Kritiker können mit ihren Bewertungen Schauspielerschicksale mitentscheiden. Aber auch Kollegen, Regisseure und Intendanten tragen zum Ruf eines Schauspielers bei. Viele Regisseure bevorzugen im Laufe ihrer Karriere die Zusammenarbeit mit bestimmten Schauspielern. Oftmals ist deshalb die Entwicklung eines Schauspielers mit der eines Regisseurs verquickt.

VORAUSSETZUNGEN

Menschenkenntnis, Grundkenntnisse der Psychologie, Soziologie, Geschichte und Kunstgeschichte gepaart mit Fantasie und hoher physischer Belastbarkeit sind für eine Arbeit als Schauspieler unerlässlich. Disziplin braucht man sowohl für den Beruf als auch für die Ausbildung. Formal wird für das Studium der Fachrichtung Schauspiel eine abgeschlossene Schulbildung (Mittlere Reife oder Hochschulreife) vorausgesetzt. Davon können Ausnahmen gemacht werden, wenn eine besondere Begabung nachgewiesen wird.
Da an den meisten Schauspielschulen nur ein Bruchteil der Bewerber eines Jahrgangs aufgenommen wird, gibt es harte Auswahlkriterien und Zulassungsbeschränkungen. Das Mindestalter beträgt 18 (an manchen Schulen 17) Jahre; das Höchstalter zu Beginn des Studiums 24 bzw. 25 (an der Universität der Künste Berlin 28) Jahre. Die gesundheitliche Tauglichkeit muss durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden. Zum Nachweis der besonderen künstlerischen Eignung fordern alle öffentlichen und die meisten privaten Schauspielschulen das Bestehen einer meist mehrtägigen Aufnahmeprüfung, in der die verschiedenen Fähigkeiten sowie die Motivation des Bewerbers erkundet werden soll. Die Modalitäten der Aufnahmeprüfung variieren von Schule zu Schule und müssen im Einzelfall dort erfragt werden.

 

Quelle : http://www.buehnenverein.de

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